über mich

Zitate aus meinen Büchern und Theaterstücken

Chattenland, 9 n. Chr., Von Hessen und Chatten
«Ich weiß genau, dass du dich sorgst – machst du immer: Das Futter reicht nicht, die Jungen essen zu viel, die beiden Kühe geben zu wenig Milch, das Dach ist undicht – machst dir immer Sorgen. Wie alle Weiber. Deine Mutter war auch so.»
«Muss ja eine den Überblick behalten.»

Wilfirs Wahl, 7. Jhd., Von Hessen und Chatten
Doch dann war der eifrige Mann mit dem Kreuz gekommen, und die Dinge hatten sich geändert, so wie ein Hungerwinter, ein verregneter Sommer oder eine Krankheit die Dinge ebenfalls ändern konnten.

Mehr Teile, weniger Ganzes, 1565, Von Hessen und Chatten
«Du, wenn ich mir vorstelle, dass ich katholisch wäre … Da wird mir ganz anders.»
Hanß schüttelte sich geradezu. «Lieber will ich verhackt und verstückt werden, als wie katholisch zu sein. Du, Wendel, das ist gerade, als biste ein Heide oder ein Osmane.»

Weibertreue, 1448, Von Hessen und Chatten
Ein frischer Wind ließ Dietrich Schenk von Erbach frösteln, und er sah sich übertrieben um. «Warum, mein guter Herr Landgraf, sind wir doch gleich in diesem Land?»
Ludwigs freie Handfläche wies nach oben. «Es vergeht kein Morgen, an dem ich nicht mit dieser Frage erwache, Herr Bischof. Sagt Ihr es mir.»
«Mir fällt nicht viel Schönes ein, wenn ich dies Land seh», murrte der Mainzer. «Der Himmel darüber ist tief, das Volk widerspenstig, der Wald dicht.»
«Mein Himmel, mein Volk, mein Wald.»

Hassia fortissima, 1450, Von Hessen und Chatten
Tatsächlich beschäftigten sie sich etliche Wochen damit, ein einziges Buch zu übertragen. Und wofür das Ganze? Wer, außer den Mönchen selbst, konnte denn schon lesen?

Hassia fortissima, 1450, Von Hessen und Chatten
Männer waren wie Kinder, nicht wirklich zu gebrauchen, aber oft lustig anzusehen.

Wie haltet Ihr es denn mit dem Glauben?, 1526, Von Hessen und Chatten
Ein schönes Land, wahrhaftig.
Fuchs und Hase sagen sich dort gute Nacht, wenn ihr wisst, was ich meine.
Und im Winter frierst du dir den Arsch ab, derweil du immerzu Deinen öden Kohl in dich hineinstopfst, um das unermessliche Loch in deinem Bauche zu füllen.
Hoffnungslos? Bei Gott, das ist es wohl, da ist euch beizupflichten, die kluge Dame, und aus einem verzagten Arsche kommet nun mal kein fröhlich Furz, wie der Herr Luther das auszudrücken pflegt.

Die Söhne des Nordens (ehemals Der Silberkessel)
Timaios stand und sah und staunte. Er brauchte lange, ehe er einzelne Bilder erfassen konnte. Dann zerfiel das Gemenge, und er erblickte Hunderte von kleinen Vieherden, Tausende von Wagen und Zehntausende von Menschen. Die Gespanne rollten immer zu mehreren nebeneinander den Hang abwärts, die Flanken waren weiträumig von Bewaffneten gesäumt, im Tross gingen zahllose Frauen und Kinder. Zu Fuß waren fast alle, ausgemergelt viele, schmutzbedeckt jeder. Dichte Wolken von Staub, Lärm und Geruch hingen über dem Ganzen und drangen in alle Richtungen.
Ein Schauder lief Timaios über den Rücken.

Das Gold des Nordens
„Aber liebe Senatoren“, sagte Tiberius Claudius, „wer garantiert uns denn, dass die Kimbern nicht doch irgendwann wieder nach Süden ziehen? Ihre Zahl muss groß gewesen sein, mag also sein, dass es noch immer mehr sind, als wir annehmen.“
Timaios hätte dem dicken Senator diese Vermutung jederzeit bestätigen können.

Der Raub von Tolosa
Nie würde er dieses Abenteuer vergessen, und oft redeten die Jünglinge darüber, alberten herum und machten große Worte davon, Biorn natürlich vor allen anderen. Sie alle wussten aber auch, dass die Furcht einen jeden von ihnen im Nacken gepackt hatte, und sie nannten diese Angst verächtlich ‚Friggs Zittern‘.

Agata 9 und das beste Kinderbuch aller Zeiten, Theaterstück
Professor: Was hat Agata 9 also aus diesem, wie? Larry Hotter?
Alle Jugendlichen: Harry Potter!
Professor: Das sag ich doch! Was hat Agata 9 also daraus extrahiert?
Praktikant sucht am Labortisch: Ähm … einen Moment … das müsste … wo ist es denn … ich hab’s gleich … ah, hier. Kommt schließlich mit einer großen Karteikarte nach vorn. Aus Harry Potter hat Agata 9 extrahiert … Butterbier.
Professor: Wie bitte?
Praktikant: Butterbier, Herr Professor.
Professor: Das ist alles?
Praktikant: Jawohl, Herr Professor, das ist alles. Nur Butterbier.
Professor: Nun gut. Daran ist also in aller Deutlichkeit zu erkennen, äh, Butterbier ist die reine linguistische Essenz aus Harry Potter, das Beste, was darin zu finden ist, der Extrakt also, der es ausmacht …

Agata 9 und das beste Kinderbuch aller Zeiten, Theaterstück
Professor: Dies, äh, alles dient allein einem höheren Zweck. Und in einhundert Jahren wird niemand mehr Rechenschaft darüber einfordern, welche gewaltigen Opfer im Dienste der Wissenschaft gebracht werden mussten … Der große Moment ist aber nun gekommen, um aus all den Extrakten, ich wiederhole, um aus all den Extrakten das Buch zu schaffen, das beste Kinderbuch, das je geschrieben worden ist. Von hier und heute geht eine neue Epoche der Kinderbuchliteratur aus, und alle Anwesenden können sagen, sie seien dabei gewesen …

Die Schatzsucher, Theaterstück
Agnes: Warum behältst du den Schatz nicht für dich?
Ruben: Habt ihr Waldratten eigentlich Dreck in den Ohren? Er gehört dem Reich.
Jakob: Das Reich macht uns nicht satt, aber dieser goldene Apfel, der wird uns für sehr lange Zeit satt machen.
Mathilda: Ich glaube auch, wir behalten ihn. Wenn wir den Apfel verkaufen, können wir unser ganzes Leben davon leben wie die Fürsten.

Die Dreckspatzen, Theaterstück
Graf Dreck: Herzogin Schmutz und ihre Schmutzfinken hatten acht Säcke Müll mehr als wir? Das können wir uns nicht bieten lassen. Das müssen wir überbieten. Was stehen die hier noch herum? Die sollen sofort wieder an die Arbeit gehen. Außerdem ist ihre Mittagspause von nun an gestrichen.
Berater: Äh, halten zu Gnaden, Eure gräfliche Dreckschaft, die Dreckspatzen hatten noch nie eine Mittagspause.
Graf Dreck: Keine Mittagspause? Tatsächlich? Das ist schlimm, das ist ja wirklich schlimm … Also dann … dann streichen wir eben die Kaffeepause.
Berater: Halten zu Gnaden, aber die Kaffeepause wurde letzten Samstag gestrichen, als die Dreckspatzen insgesamt nur fünfzehn Säcke geschafft haben.
Graf Dreck unsicher: Und wenn wir ihnen weniger Geld für das Sortieren bezahlen?
Berater: Die Dreckspatzen haben noch nie einen Cent bekommen, Euer Gnaden.
Graf Dreck: Das habe ich ganz vergessen. Was ratet ihr mir also?
Berater: Vielleicht, Eure allerdreckigste Dreckigkeit, darf ich mir den Rat erlauben, die allgemeine Arbeitszeit der Dreckspatzen zu erhöhen.

Die Zauberlehrlinge, Theaterstück
Paramelsus: Warzen, bah, das ist doch Kinderkram! Mein Zauberlehrling ist in jedem Fall besser als jeder, den Sie stellen können.
Periphere: Das würde ich zu gern sehen, lieber Bomphrastus.
Paramelsus: An mir soll es nicht liegen, liebe Atalante.
Periphere: An mir ebensowenig. Lassen wir unsere Lehrlinge … ein Duell austragen.
Paramelsus: Ein Duell, abgemacht! Um was soll es gehen

Bartelmes von Holzemheim, Theaterstück
Berchtold: mit Verschwörermiene. Der hat dem Toten Sachen beschafft.
Matthis: Wer hat was?
Berchtold: Der Henker hat dem Toten Sachen beschafft.
Matthis: Der hat welchem Toten was beschafft? Dem Vogelfreien?
Berchtold:  Nit der Vogelfreie. Der andere wo tot ist, der Pfeffersack. Hat ihm Sachen beschafft.
Matthis: Was für Sachen?
Berchtold: Sachen von Toten.